
Sabine Skubsch hat in ihrem Berufsleben gegen Outsourcing und prekäre Jobs gekämpft. Seit sie vor einem Jahr die Lohnarbeit beendete, will sie Rentner*innen gegen den Klassenkampf von oben organisieren. Sie istSprecherin der BAG Senior*innenpolitik, hat kürzlich die LAG 60+links in Baden-Württemberg mitgegründet und istbei ver.di seniorenpolitisch aktiv.


Was bedeutet der Koalitionsvertrag für die 21 Millionen Rentner*innen in Deutschland? Während von Sozialverbänden und Gewerkschaften ein verhaltenes Aufatmen zu vernehmen ist, torpedieren CDU-Politiker schon den Kompromiss mit der SPD. Viele wollen die gesetzliche Rente schleifen. Es wird nicht reichen, die jetzige Rentensituation zu verteidigen. Vielmehr braucht es ein sozial gerechtes öffentliches Vorsorgesystem.

Im Koalitionsvertrag werden Änderungen angekündigt, für die Feminist*innen Jahrzehnte lang gekämpft haben. Doch die brennende Frage nach gerechter Verteilung der Sorgearbeit lässt die Ampel links liegen. So liest sich manches im Koalitionsvertrag so, als hätte der liberale Feminismus à la Hillary Clinton Pate gestanden.
